Russlands Banken wachsen

12. Mai 2008

Russlands Banken boomen trotz der weltweiten Finanzkrise und sind sogar damit beschäftigt, über die Grenzen der russischen Republik hinaus zu expandieren. Was im ersten Moment etwas ungewöhnlich klingt, ist auf den zweiten Blick weniger verblüffend. Schließlich verfügt das Land über ausreichende Rohstoffquellen, welche die Kassen der Banken in den letzten Jahren reichlich gefüllt haben.

Allerdings dürfte es in den nächsten Jahren auch hier zu Veränderungen kommen, da in Russland der Banksektor von einer großen Zahl kleiner und großer Kreditinstitute beherrscht wird. Zu den größten Instituten zählen nach wie vor sehr staatsnahe Großbanken. Allerdings teilen sich kleinere Banken fast eine Hälfte des gesamten Marktes. Neben dem Reichtum des Landes werden die Wachstumsbestrebungen einiger Institute durch einen wachsenden Konsum angeheizt. Immer größere Teile der Bevölkerung verschulden sich, um an der modernen Welt des Konsums teilnehmen zu können.

Diesen Aspekt des russischen Kreditwesens sollte man allerdings kritisch betrachten – welche Auswirkungen ein Leben auf Pump hat, dürfte jedem spätestens nach dem Zusammenbruch des amerikanischen Immobilienmarktes klar sein. Trotz dieser Gefahr zeigt sich Russland hiervon unbeeindruckt – der Banksektor wuchs in einem atemberaubenden Ausmaß an.

Via: DiePresse.com

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