Kraftfahrzeuge werden stärker finanziert
11. September 2008
Wer sich in Deutschland über die gestiegenen Benzinpreise keine Gedanken zu machen braucht, da er zu den solventeren Schichten der Bevölkerung gehört, kann sich glücklich schätzen. Denn alle anderen Verbraucher leiden zunehmend unter den hohen Spritpreisen und hoffen endlich auf eine Entspannung der Lage. Dass sich aber an der aktuellen Situation bald etwas ändern wird, ist fraglich. Allerdings gibt es auch Bereiche der deutschen Wirtschaft, die sich über eine angespannte Situation im Bereich der Automobilbranche freuen können. Dazu gehören unter anderem auch Finanzdienstleister. Allein im ersten Halbjahr 2008 ist die Zahl der finanzierten Kraftfahrzeuge hierzulande um mehr als 3% angestiegen. Damit kaufen Deutschlands Autofahrer deutlich mehr auf Pump als dies noch in den ersten 6 Monaten des vergangenen Jahres der Fall war. In Zahlen ausgedrückt bedeutet die Steigerung, dass dieses Jahr 964.000 Pkws mithilfe einer Autofinanzieurng gekauft wurden, statt 935.900 aus dem gleichen Vorjahreszeitraum. Daneben ist aber die durchschnittliche Summe der Kreditfinanzierung gesunken, waren es im vergangenen Jahr 2007 noch 13.900,- EUR, die als Finanzierungsleistung für einen neuen Pkw aufgebracht wurden, so fließen heute nur noch 13.400,- EUR in einen neuen Pkw. Ob sich hinter dieser Entwicklung wirklich das Bestreben der Verbraucher nach einer Schaffung größerer Barreserven verbirgt, muss leider unbeantwortet bleiben. Ganz klar spiegeln die Zahlen dagegen den Trend zu günstigeren Autos wieder. Wer sich bei der Finanzierung nicht an den Finanzdienstleister des Herstellers binden will, kann mit einem Eilkredit, der als Barzahlung genutzt wird, sogar zusätzlich noch Kosten sparen.
Via: focus.de

