Cap-Darlehen

09. Juli 2008

Egal ob bei einer Baufinanzierung, einem Konsum- oder einem Eilkredit, überall werden die Kreditnehmer mit einem großen Problem konfrontiert. Jedes der eben genannten Darlehen bringt einen entscheidenden Nachteil mit, der seine Grundlage vor allem in der relativ starren und unflexiblen Ausgestaltung des Zinses hat. Zwar ermöglichen Festzinsdarlehen ein hohes Maß an Planung, da die Raten sich bereits weit im Voraus berechnen lassen. Allerdings schauen viele Finanzierungskunden gerade dann neidisch auf neue Angebote, wenn das Niveau der Kreditzinsen relativ niedrig ist. Leider bietet sich an dieser Stelle keine Möglichkeit, mit der betroffene Darlehensnehmer auf eine solche Situation am Kapitalmarkt reagieren könnten.

Feste Zinsen zeigen in einer solchen Niedrigzinsphase also deutlich ihre Nachteile. Mit einem flexiblen Darlehen sind zwar die Möglichkeiten groß, von einer Zinssenkung zu profitieren, allerdings verteuert sich ein solcher Kredit deutlich, wenn die Zinssätze über den Anfangszins angehoben werden. Um an dieser Stelle von den positiven Eigenschaften der verschiedenen Kreditformen profitieren zu können, müssen beide an entscheidenden Punkten miteinander kombiniert werden. Einen solchen Mittelweg bietet zum Beispiel ein sogenanntes Cap-Darlehen. Die Besonderheit besteht darin, dass Zinssteigerungen ab einem bestimmten Niveau gedeckelt werden, die Belastung also nicht weiter steigen kann.

Wird zum Beispiel ein Kredit vereinbart, bei dem das Zins-Cap bei 7% liegt, zahlt der Bankkunde für den Zeitraum, in dem die Kreditzinsen etwa bei 7,5% oder noch höher liegen, lediglich den vereinbarten Maximalzins. Erst nach einem Absinken unter die Cap-Grenze werden die Raten neu berechnet und an den nun herrschenden Marktzins angepasst. Cap-Darlehen bietet also durchaus eine Alternative zu den gewohnten Kreditformen.

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