Endfälliges Darlehen

07. Juli 2008

Nicht jeder Kreditnehmer möchte sein Darlehen in monatlichen Raten tilgen und dafür immer wieder einen Teil des hart erarbeiteten Geldes aufwenden. Schließlich bieten die unterschiedlichen Banken und Kreditinstitute immer wieder besondere Angebote für Baudarlehen oder Eilkredite, mit denen sich der herkömmliche Weg umgehen lässt. Gerade dann, wenn in den nächsten Jahren der Vertrag einer Lebensversicherung ausläuft oder langfristig angelegt Wertpapiere liquidiert werden, bietet sich zum Beispiel ein endfälliges Darlehen an. Diese Kreditform hebt sich von allen anderen Finanzierungen durch einige Besonderheiten ab, was die Tilgung der Kreditsumme betrifft.

Anders als bei herkömmlichen Krediten, die über die gesamte Laufzeit getilgt werden und der Darlehensnehmer somit seine Restschuld immer weiter minimiert, bleibt die Tilgungssumme bis zum Ende des Vertrages beim endfälligen Darlehen bestehen. Die Rückzahlung erfolgt hier erst mit dem Ende der Laufzeit in einer Summe. Einzig die Zahlung des vereinbarten Kreditzinses wird während der Vertragslaufzeit abgewickelt. Wer diese Form der Finanzierung nutzt und die Tilgungsbeträge eines herkömmlichen Darlehens für Kapitalanlagen nutzt, muss sich darüber im Klaren sein, dass sich ein solches Vorgehen nur unter gewissen Voraussetzungen rentiert.

Auf der einen Seite muss die Rendite hoch genug sein, um die Darlehenssumme plus Zinsen zu erwirtschaften. Und da keine Tilgung während der Laufzeit erfolgt, sind die Darlehenszinsen immer relativ hoch, gemessen an einem herkömmlichen Darlehen, zumindest in der Endphase der Tilgung. Auf der anderen Seite besteht die Gefahr, dass bei einer negativen Entwicklung der Wertpapierkurse das gehaltene Portfolio nicht mehr die volle Darlehenssumme erbringt, was am Ende einen finanziellen Verlust und vielleicht sogar Zahlungsschwierigkeiten bedeutet. Trotz dieser Nachteile kann das endfällige Darlehen durchaus eine positive Wirkung entfalten.

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