Factoring

17. August 2008

Das Factoring-Modell richtet sich vor allem an Unternehmen aus dem produzierenden Gewerbe und Dienstleister, die in regelmäßigen Abständen auf offenen Forderungen gegen Kunden sitzen bleiben und aus diesem Grund immer wieder selbst mit finanziellen Engpässen rechnen müssen. Diese offenen Rechnungen lassen sich aber trotzdem noch in liquide Mittel verwandeln, denn im Rahmen eines (echten) Factorings werden die Forderungen an einen Dritten, den sogenannten Factor, verkauft. Dieser erhält mit dem Kauf aber nicht nur alle Rechte und kann im Rahmen eines Mahn- oder Vollstreckungsverfahrens gegen den säumigen Schuldner vorgehen, sondern trägt auch das volle Risiko. Sollte es vorkommen, dass die Forderung in der Zwischenzeit beglichen wird, muss der ursprüngliche Eigentümer das Kapital an den Factor weiter reichen. Kann die Forderung dagegen nicht mehr beglichen werden, etwa aufgrund einer laufenden Insolvenz, hat auch der Factor das Nachsehen. In der Regel kümmern sich Unternehmen, welche in diesem Bereich der Finanzdienstleistungen tätig sind, um größere Margen von Forderungen und beschränken sich nicht auf den Ankauf einzelner Verträge. Auf den ersten Blick handelt es sich beim Factoring um ein Inkasso-Verfahren, was aber aufgrund inhaltlicher Unterschiede nicht zutrifft.

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