Gleitzinsdarlehen
04. Juni 2008
Der Begriff des Gleitzinsdarlehens beschreibt eine besondere Kreditform, deren Eigenschaften in einem deutlichen Widerspruch zu den bekannten Darlehen mit festen Zinsen stehen. Die letztgenannte Kreditform ist zwar in der deutschen Bevölkerung sehr bekannt und wird aufgrund dessen sicher von weiten Teilen der Kreditnehmer bevorzugt, aber in manchen Situationen erweist sich ein Gleitzinsdarlehen als deutlich vorteilhafter. Das Wesentliche an dieser Finanzierungsform sind die flexiblen Zinsen, die sich im Lauf der Rückzahlungsperiode immer wieder ändern können. Theoretisch kann das Zinsniveau jeden Tag schwanken, allerdings wäre eine solche Praxis mit einem zu hohen Aufwand verbunden, weshalb die Zinsen immer in bestimmten Abständen an das herrschende Marktniveau angepasst werden.
Üblicherweise greifen die Banken hier zu vierteljährlichen Anpassungszeiträumen. Ein großer Vorteil des Gleitzins- oder variablen Darlehens ist die Möglichkeit der problemlosen Kündigung und Entschuldung über Sondertilgungen. Wer also über ein schwankendes Einkommen verfügt bzw. Zahlungen aus Provisionen oder Wertpapiergeschäften erwartet, sollte über die Alternative eines Gleitzinsdarlehens nachdenken. Nachteilige wirkt sich dagegen die Gefahr von Zinsänderungen nach oben aus, denn sobald das Zinsniveau angehoben wird, verteuert sich das Darlehen. Aufgrund dieses Zusammenhangs sollte Kreditnehmer mit langfristigen Tilgungszeiträumen eher auf Festzinskredite zurückgreifen. Nur wer sich schnell entschulden kann, wird wirklich von der Flexibilität profitieren.


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