PostIdent-Verfahren

04. Oktober 2008

Die rasante Verbreitung des Internets hat nicht nur zu Veränderungen im Konsumverhalten der Verbraucher geführt, schließlich hat sich das World Wide Web zu einer außerordentlich erfolgreichen Handelsplattform entwickelt, sondern beeinflusst auch zunehmend andere Bereiche des Alltags. Diese Veränderungen spüren auch Finanzdienstleister in einem wachsenden Umfang, wie zum Beispiel die Entstehung der Direktbanken deutlich gezeigt hat. Das Eröffnen eines Kontos oder die Vergabe eines Eilkredites bringt natürlich für alle Beteiligten Vorteile, hat aber auch einen großen Nachteil. Banken und Kreditinstitute können nur selten prüfen, ob der Antragsteller wirklich zu den persönlichen Angaben passt. Zusätzlich ist eine Feststellung der Identität im Rahmen des Geldwäschegesetzes unvermeidlich. Ohne eine entsprechende Sicherheitseinrichtung wäre die missbräuchliche Verwendung von Kreditanträgen und Kontoeröffnungen ein Leichtes. Aufgrund dieser Tatsache hat sich das PostIdent-Verfahrens für die Finanzdienstleister zu einem alltäglichen Mittel im Umgang mit Neukunden entwickelt. Hierbei wird die Identität einer Person durch die Angestellten der Deutschen Post überprüft und bestätigt. Dazu muss der potenzielle Neukunde mit einem PostIdent-Coupon sowie seinem Ausweisdokument in der nächsten Postfiliale erscheinen und kann sich hier der Legitimationsprüfung unterziehen. Anschließend erhält das Unternehmen den Coupon mit Unterschrift und Stempel des Postmitarbeiters. Erst nach Abschluss dieses Verfahrens kann die Vergabe eines Eilkredites an Neukunden endgültig bearbeitet werden.

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